Wolfsburg, Perle an der Aller

Das malerisch im Allerurstromtal gelegene Wolfsburg oder »die Stadt bei Fallersleben«, sie wir es liebevoll nennen, ist besonders für zwei Dinge über die Region, ja über die Landesgrenzen hinaus bekannt: da ist zum einen das irgendwann von einem durchgeknallten Österreicher erbaute Wolfsburger Schloss, für das wir übrigens noch eine Königin suchen, und zum anderen befindet sich in dem niedersächsische Schmuckkästchen der Hauptsitz des Regionalverbandes der PARTEI Region 38.

Aber Wolfsburg hat natürlich viel mehr zu bieten. Lange als »Vorort von Berlin« verunglimpft, beeindruckt diese junge Stadt nicht nur durch moderne Architektur, sondern auch durch ihr pulsierendes Leben und ihr naturnahes Freizeitangebot. 

Hier gibt es neben einer kleinen Automanufaktur auch zahlreiche Sportvereine, von denen besonders einer immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Wer kennt ihn nicht, den »Verein für Leibesübungen Wolfsburg«, zu dessen größten sportlichen Erfolgen die gewonnene Regionalmeisterschaft im Wushu zählt!?!

Und, »Multikulti« gab es hier schon, bevor das Wort überhaupt erfunden wurde. Besonders in den 1930er Jahren strömten unzählige Menschen aus den europäischen Nachbarländern an den Mittellandkanal, um kraftvoll und freudig diese wunderschöne Stadt zu erbauen und ihr den Namen »Wolfsburg« zu verpassen. Trotz groß angelegter Ansiedelung von Beutetieren wie Kaninchen und Graugänsen, gelang es den Einheimischen aber bis heute nicht, Wölfe in diese Gegend zu locken.

Besonders zu erwähnen ist der denkmalgeschützte Bahnhof aus dem letzten Jahrhundert, der so atemberaubend schön ist, dass die Züge der Deutschen Bundesbahn sich oft nicht trauen, dort zu halten, um den Gesamteindruck der Kulisse nicht durch ihre zugegebenermaßen hässlichen Waggons zu zerstören.

Für den zwischen der Aller und dem Mittellandkanal gelegenen Allersee haben wir noch große Pläne. Nach dem Ausbaggern bietet er idealerweise alle Voraussetzungen für ein perfektes Endlager für radioaktive Abfälle, mit deren Restenergie wir dann die ganze Stadt autonom mit Strom versorgen werden. Nach den ersten Probeläufen in der Asse und dem Schacht Konrad kann nichts mehr schief gehen. Ganz sicher!

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